Zitat des Tages
“Den Weibern ist egal,ob man arm oder reich ist,Hauptsache man hat Geld.”
“Den Weibern ist egal,ob man arm oder reich ist,Hauptsache man hat Geld.”
oder über das “Sparpaket”.
Ich möchte an dieser Stelle eine deutsche Tages”zeitung” zum oben genannten Thema zitieren:
“Es geht vor allem um Sozialleistungen, die entweder nicht das erreichen, was sie erreichen sollen, oder die Zusatzleistungen aus besseren Zeiten. Sie zu streichen, soll nicht gerecht sein? Lachhaft.”
Das einzig lachhafte an dem Artikel ist die schlechte, wie menschenverachtende Berichterstattung.
Man kann über die Politik noch so viele Berichte schreiben - Jahr für Jahr - denn Änderungen sind keine in Sicht. Nehmt das Geld von Arbeitslosen, Rentnern, Kindern, Studenten, doch bloß nicht unter der eigenen, gut gepolsterten Matratze weg. Eine Fahrt in die deutsche Hauptstadt reicht, ein Blick auf all die großen, schwarzen Autos, um zu sehen, dass hier etwas falsch läuft. Etwas stinkt im schwarz-rot-goldenen Meer.
Aber wer macht schon bei seinem Nachbarn auf das Grundstück? Der könnte schließlich zurück stinken… Oder anders gesagt: Ich würde auch immer bei den anderen Anfangen am Geld zu sparen, bevor ich auf mein sauerverdientes Geld verzichte. Schließlich sitzt es sich so bequem auf der ledernen Rückbank einer schwarzen Limousine. Durch die getönten Scheiben kann einen der Pöbel auch nicht so anstarren. Die faulen Studenten mit ihrer 60 Stundenwoche, die auch Samstag- und Sonntagnacht arbeitende, dämliche Verkäuferin,… Ihr versteht schon.
Wenn es darurm geht etwas zu streichen, was nicht erreicht was es soll, ja dann fällt mir jedoch noch so einiges ein… Dümmlich grinsende Anzugträger, Pottschnitt tragende, schlecht kostümierte Dompteure und hochbezahlte Marionetten.
Aber wen interessiert wohl was ein Nagellack denkt, wenn die Meinung des Menschenvolkes schon keinen interessiert.
Was haltet ihr eigentlich von Neuseeland, Kanada oder Spanien?
Nicht nur die Welt hat ein Müll Problem, nein auch mein Blog.
Zwischen 200 Kommentaren, war nicht ein einziger, nettgemeinter dabei.
Obwohl… Dass die Kommentare nicht nett gemeint gewesen wären kann ich so gar nicht sagen. Wer möchte nicht gratis Pokerspielen? Oder seine Gliedmaßen dank Pillen vergrößern? Oder günstige Schuhe einkaufen?
ICH!
Denn ich besitze weder Hände, noch Füße, noch… ihr wisst schon… dieses Ding. Also wenn schon Werbung, dann bitte personalisierte.
Wenn mir jetzt allerdings Werbung für Nagellackentferner zukommen lässt nehme ich das persönlich!
Liebe Politiker,
ihr lebt auch in eurer eigenen kleinen Traumwelt. Natürlich halten die Studiengebühren niemanden vom Studium ab (Ich kenne Dutzende junge, intelligente Menschen, die aufgrund der Studiengebühren nicht studieren können). Wunderbar, dass ihr das Bafög erhöht, das kaum jemandem zusteht.
Und ebenso glänzend, dass ihr den Bachelorstudenten mehr Zeit zum Studieren geben wollt. Denn: Mehr Semester, mehr Einnahmen durch Studiengebühren.
Wenn ein Nagellack es könnte, ja dann würde ich in die Politik gehen und mal ein wenig darüber berichten, wie es in der “Mittelschicht” wirklich aussieht. Andererseits: Was wundert es mich, wenn man die Bodenhaftung verliert, wenn man den Tag über in einem palastartigen Gebäude residiert, das von braven Steuerzahlen bezahlt wird, denen es nicht gestattet ist dort die stillen Örtlichkeiten zu besuchen?
Das läuft etwas falsch liebe Menschen in Deutschland. Aber woher sollen die das wissen in ihren schicken schwarzen Mercedes’?
Da man ja gar nicht mehr weiß wohin man sich noch wenden soll, um mal nichts von der Schweinegrippe zu hören oder sehen, dachte ich ich heize die Diskussionen noch ein wenig an, in dem ich euch folgenden Link zur Verfügung stelle:
Wie tötet man Millionen von Menschen?
Ich denke nicht, dass ihr alles in dem Text stehende todernst nehmen müsst, aber genauso wenig die Horrornachrichten der Bild. Nicht umsonst konnte ich letztens aus der Tasche meiner Besitzerin heraus beobachten wie ein Schweinegrippepatient ohne Behandlung nach Hause geschickt wurde. Auch zur Schule könne er wieder gehen, sobald die Symptome abgeklungen seien. Also immer ruhig Blut - an alle die welches haben
Zitat:
„Sind Menschen, die schon erkrankt waren, immun?“
Prof. B.: „Das weiß man nicht genau. Ich rate auch Leuten, die glauben, schon Schweinegrippe durchlebt zu haben, sich trotzdem impfen zu lassen.“
Sprich: Selbst wenn ich mich impfen lasse bin ich nicht immun
Nach dem man über die Schweinegrippe nun so einiges hört, sehe auch ich mich gezwungen meinen persönlichen Nagellack-Senf dazu abzugeben.
Natürlich bin ich als Nagellack ein wenig außenstehend, nichtsdestotrotz hör ich - vielleicht gerade deswegen - so einiges.
Fakten und Gerüchte:
1. Die Gerüchte um die Herkunft der Schweinegrippe mehren sich. Schon in meinem Bekanntenkreis hörte ich es bei Ausbruch der Schweinegrippe rumoren: “Ach, das ist bestimmt so eine aus dem Genlabor entwischte Krankheit - passend zur Wirtschaftskrise. Nichts wirklich schlimmes, aber lästig genug um die Wirtschaft durch Impfstoffproduktion anzuheizen”. Nun - einige Wochen später - äußern sich auch Top-Wissenschaftler skeptisch. Behaupten: das Schweinegrippevirus sei künstlich geschaffen worden. Ihr wollt weitere Infos? Dann googelt nach Adrian Gibbs.
2. Der Schweinegrippeimpfstoff wurde nicht auf Eiweißbasis, sondern mit Hilfe von tierischen Krebszellen hergestellt. Über eventuelle Risiken bei leichten Verunreinigungen ist noch nichts bekannt.
3. In Schweden starben bis heute doppelt so viele Leute an den Folgen der Impfung wie an der Schweinegrippe selbst.
4. Bis vor kurzem gab es den magischen Impfstoff noch gar nicht. Zu dem Zeitpunkt wurde jedoch schon eine Massenimpfung geplant. Quelle? Ein Pharmaunternehmen. Ob unter diesem Zeitpunkt ausgiebige Tests durchgeführt wurden?
5. Eine aus Ecuador stammende sehr liebe Person berichtete, dass sie aus Versehen die Schweinegrippe eingeschleppt hat. Ihr Erfahrungsbericht? Totale Panikmache. Ihr ging es zu keinem Zeitpunkt schlechter als bei jeder anderen Grippe. Die Quarantänemaßnahmen seien - zumindest gefühlt - reichlich übertrieben gewesen. Mittlerweile ist sie natürlich wieder topfit und quietschfedel.
6. Immer wieder wird mit immens hohen Zahlen Horror betrieben. So-und-so-viele-Tausende seien mittlerweile infiziert worden. Wie viele von denen mittlerweile wieder fit sind wird nie erwähnt, ebenso wenig ihr Gesundheitszustand.
7. Zu Guterletzt: Die eigene Erfahrung. Die kleine Schwester meiner Besitzerin kam im Sommer (kurz nach dem ersten Ausbruch der Schweinegrippe) mit folgendem Krankheitsbild aus dem Urlaub zurück: Fieber, Gliederschmerzen, Halsschmerzen. Typische Grippeerscheinungen. Trotz stetem Kontakt hat sich niemand in der Familie angesteckt. Beim Arzt war sie auch nicht. Die Grippe kam und ging von alleine. Keine Komplikationen.
Wie ihr zur Schweinegrippe und zur Schweinegrippeimpfung steht ist eure Sache. Panikmache, Pandemie, Bedrohung, Übertreibung - bildet euch eure eigene Meinung. Nur nicht unbedingt bei der Bild…
Die Rückbesinnung auf das Handwerk….
Bereits im 19. Jahrhundert empfand man Industrieprodukte als “seelenlos” und besann sich zurück auf die Qualitäten des Handwerks.
Warum ich euch das erzähle? Weil meine Besitzerin ebay für sich entdeckt hat. Oder vielmehr: alte, noch handgefertigte Steiff-Tiere aus den 30er Jahren. Alte Taschenuhren, …
Aber warum so viel Geld für etwas Altes ausgeben, wenn es Neues teilweise günstiger gibt?
Weil alte Gegenstände einen Charme besitzen. Sie haben eine Geschichte hinter sich, sind nicht mehr makellos, dafür aber einzigartig.
Einzigartigkeit, Charme und Charakter sollten mehr zählen, als Schönheit von der Stange.
- Wenn ich so darüber nachdenke, gilt das eigentlich für alle Bereiche des menschlichen Lebens. Und auch für die Menschen selbst.
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die kein Nagellack je verstehen wird.
So auch das Phänomen der Frauen-Brauen (Gott sei Dank etwas, was den meisten männlichen Wesen fremd ist!)
Es gibt Frauen, die lassen ihre Augenbrauen einfach wachsen wie Gott sie schuf. Wildwuchs quasi. Und solange die Brauen nicht in der Mitte zwischen den Augen zusammen wachsen: Warum denn nicht?
Dann gibt es da die Zupferinnen, die hier und dort ein Härchen aufzupfen, bis sie alle in Reih und Glied stehen wie ein elegant geschwungener Strich. Ein Bilderrahmen für die Augen. Und wenn das Zupfen nicht reicht, dann wird hier und dort mit der Nagelschere noch ein wenig nachgeschnitten. Wer sich um die Haare auf dem Kopf kümmert, will schließlich auch gepflegte Brauen haben.
Wem das nicht genug ist, der färbt die Brauen passend zur Haarfarbe- oder zieht sie mit einem dunkleren Stift nach. Mag von Weitem gut aussehen, aber selbst der sauberste gezogene Strich sieht vom Nahen dämlich aus - glaubt mir.
Noch schlimmer: Die Leute, die der Meinung sind die müssten ihre Augenbrauen komplett ausreißen/abrasieren und die mit einem Stift neu aufmalen. Dass das vom Nahen schön blod genug aussieht könnt ihr mir glauben. Aber habt ihr so jemanden mal abends, nach einem langen und stressigen Tag gesehen, nachdem er sich mehrfach durch das Gesicht gewischt hat? So eine halbe Augenbraue hat auch was… Nur nichts schönes.
Die Krönung dessen ist nur noch: Weg mit den Haaren, scheiß auf das Malen und her mit dem Permanent-Make-Up. Was daran so schlimm ist? Immerhin verwischt es nicht… Sieht aber super unnatürlich, fast billig aus und hält. Und hält… Und hält…
Wahrscheinlich länger als eine Saison und spätestens dann ist doch modetechnisch schon wieder etwas ganz anderes angesagt.
Versteh einer die Menschen!
Heute war ich mit meiner Besitzerin mal wieder in einer deutschen Großstadt unterwegs und habe viele Menschen gesehen.
Erwachsene Menschen, die nicht größer waren als Kleinkinder und ihr Leben trotzdem meisterten.
Menschen, die etwas mit uns Nagellack gemeinsam hatten: Keine Arme, keine Beine und teilweise auch keine Nase.
Unter anderem traf ich auch eine Frau, die früher einmal ein Mann gewesen ist:
Eine Frau mit Highheels, im roten Mantel, passendem Lippenstift, langen Haaren, Brüsten… Aber auch Bartwuchs, Tränensäcken und einem Adamsapfel.
Was sie alle gemeinsam hatten? Sie alle waren Menschen, hetzten gedankenverloren durch die Stadt. Eine bunte Stadt - selbst ohne Farbe…
Gerade beim Bäcker.
Meine Besitzerin: “Ich hätte gerne ein Stück von dem Kuchen mit dem Obst drauf. Der dort ganz links.”
Die Verkäuferin guckt sehr irritiert die Reihe von Kuchen entlang: “Meinen Sie den mit den Früchten?”
Was mich zu der Frage bringt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Obst und Früchten?
Wikipedia sagt dazu:
“Obst ist ein Sammelbegriff der für den Menschen genießbaren Früchte und Samen von meistens mehrjährigen Bäumen und Sträuchern. Ursprünglich bedeutete der althochdeutsche Begriff obez als „Zukost“ alles, was außer Brot und Fleisch verzehrt wurde, auch Hülsenfrüchte, Gemüse und Ähnliches.”
Aha! Wieder was dazu gelernt. Also hatte die Verkäuferin Recht. Es waren Früchte. Aber da Früchte ja auch Obst sind, hatte meine Besitzerin nicht ganz Unrecht. Nur ist nicht alles was Obst ist auch eine Frucht.
Na? Verwirrt?
Für den ein oder anderen Fan von Endzeitspielen ein lustiger Gag für Zwischendurch - Für alle Anderen ein Horrorszenario:
Was wäre, wenn eine Atombombe in deiner Stadt explodiert?
Auf Carlos Labs Ground Zero (= Explosionszentrum) kannst du jetzt genau das simulieren.
1. Schritt: Wähle eine von dir zu zerstörende Stadt
2. Schritt: Wähle eine Atombombe
3. Schritt: Drücke auf “Nuke it!” - was so viel bedeutet wie “Zerstöre es mit einer Atombombe!”
4. Schritt: Bewundere das Ausmaß deiner Zerstörung - oder fürchte dich davor…
Mit der erweiterten Version Ground Zero II kannst du dir nun auch den Fallout (= radioaktiver Niederschlag) anzeigen lassen.
Warum ich euch so etwas vorstelle? Weil wir nun einmal in einer Welt leben, in der Atombomben Realität sind.
Und wenn ihr ehrlich seid, seid ihr doch mit Sicherheit froh, wenn die Atombomben hinter den sicheren Glasscheiben euer Monitore explodieren und euer Charakter mit Tastendruck von seiner radioaktiven Verstrahlung befreit werden kann.
Wie jeder weiß darf ein Nagellack nicht wählen. Und wenn ich es dürfte, würde ich es nicht tun, sondern versuchen eine eigene Partei zu gründen. Jawohl!
Und warum? Weil eine Betrachtung der diesjährigen Wahlprogramme und Wahlplakate ein Graus ist.
Es ist mir ein Rätsel wie eine Partei für freie Bildung oder Bildung als Bürgerrecht stehen und gleichzeitig für die Erhaltung der horenden Studiengebühren plädieren kann.
CDU/CSU:
Das - liebe Leser - nennt sich Ironie.
Besser wird es auf der Startseite der soeben zitierten Partei. Ganz klein in der Randspalte versteckt sich ein fieser Seitenhieb in Form eines Links:
Fakten über die Linkspartei
Wir dokumentieren die Regierungsunfähigkeit der Linkspartei
Wer es nötig hat andere schlecht zu machen um selbst besser da zustehen, der macht etwas falsch.
Nicht viel besser sieht es bei der FDP aus. Vorne Augenwischerei:
oder
und hinten herum dann der Haken:
Ausgaben in diesem Bereich sind notwendige Investitionen in die Zukunft. Darüber hinaus müs-
sen Mittel und Wege gefunden werden, mehr privates Kapital für die Stärkung von Lehre und
Forschung zu gewinnen.
Heißt nichts anderes als zum Beispiel den Erhalt der Studiengebühren. Wie kann man in einem Absatz von Chancengleichheit, Bildung als Bürgerrecht und Studiengebühren reden?
Über das Wahlplakat der NPD wollen wir mal gar nicht erst reden…
Ein schlauer Mensch hat mal so etwas gesagt wie:
„Zu heiraten ist keine Entscheidung die du einmal für dein Leben triffst. Es ist eine Entscheidung, die du immer wieder aufs Neue für dich treffen musst.“
Und ich denke so ist das mit vielen Begebenheiten im Leben der Menschen. Ein Mensch trifft eine Entscheidung. Ob er jedoch bei dieser Wahl bleiben will, das muss er jedes Mal auf’s Neue entscheiden.
Ein Mensch entscheidet sich für einen Partner. Ob er jedoch bei ihm bleiben will, sich also auf’s Neue für ihn entscheidet, sollte er jedes Mal wieder neu hinterfragen. Vielleicht nicht täglich und nicht jährlich, aber ab und an. Spätestens dann, wenn er sich fragt ob seine frühere Entscheidung richtig war. Er ist nicht gefesselt in vergangenen Entscheidungen. Er kann eine Neue treffen, wenn er denn will…
Nur weil ein Mensch jahrelang immer dieselbe Partei gewählt hat, heißt das nicht, dass er seine Meinung nicht ändern kann. Irgendwann wird es Zeit das Wahlprogramm auf’s Neue zu studieren. Sicherzugehen, dass sich nichts in der Einstellung geändert hat. Der Einstellung der Partei. Der Einstellung seinerselbst selbst zur Partei. Ist es immer noch das Wahlprogramm, das er unterstützen möchte? Oder möchte er sein Kreuzchen dieses Mal woanders setzen?
Sind Nudeln immer noch sein Lieblingsessen? Sind es mittlerweile nicht vielleicht Gnocchi? Oder Leberwurstbrote? Ist grün immer noch seine Lieblingsfarbe? Findet er violett nicht vielleicht besser, schöner, interessanter? Möchte er dieses Jahr wirklich wieder an’s Meer fahren? Nicht vielleicht einmal in die Berge? Sollen es wirklich wieder Sneaker sein? Nicht vielleicht einmal diese schicken Ledertreter aus dem Regal dort drüben? Ist blond wirklich immer noch in? Wieso nicht wieder zurück zur Naturhaarfarbe – nach all den Jahren… Warum immer Gummibärchen? Warum nicht einmal Lakritz? Warum wieder Rosen? Und nicht Tulpen?
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und das macht ihm vor großen Entscheidungen oft Angst. Soll er wirklich auswandern? Soll er wirklich den neuen Job annehmen? Er glaubt, dass eine Entscheidung sein Leben grundlegend verändern wird. Dabei sind es oft viele kleine Entscheidungen, die ihn an sein Ziel führen. Und wenn es die erneute Entscheidung ist Vegetarier zu bleiben, Koch zu werden, Schafe zu züchten… Nichts hindert ihn daran seine Entscheidung irgendwann neu zu treffen. Nichts außer einem selbst angelegten Korsett.
In dem Sinne: Schaut euch doch einfach einmal um. Brauchst du das da wirklich noch? Sind deine Lieblingsblumen immer noch Rosen oder macht er nur zu viel Mühe sich nach einer neuen Umzusehen?
Schließ deine Augen…
Und nun:
Mach Sie wieder auf!
Menschen leiden unter Krankheiten. Eigentlich ständig. Manche wissen es nur nicht und anderen ist es egal. Aber alle gemeinsam leiden sie unter der schlimmsten Krankheit von allen, die stets absolut tödlich verläuft. Immer! Dem Leben. Da können sie Handstand machen oder Kopfstand, sich Ringe durch die Nase ziehen, nur von Gemüse ernähren, zum Mond fliegen, Wattebauschen essen, Millionen auf dem Konto stapeln… Auch für alles Geld der Welt kann man sich das Leben nicht kaufen. So ist das!
Nur Wonny Wattebausch hatte letztens einen Geistesblitz. Popstar will sie werden! Weltberühmt will sie werden. Und warum? Weil sie gehört hat, dass man dadurch untersterblich wird.
„Aber Wonny“, sagte ich ihr. „Du bist doch dann trotzdem tot. Und du stirbst genauso wie alle anderen auch. Der große Müllschlucker macht auch vor Promi Wattebauschen nicht Halt.“
„Aber alle erinnern sich an mich“, entgegnete Wonny Wattebausch trotzig. „Alle trauern um mich. Keiner wird mich so schnell vergessen.“
„Aber tot bist du trotzdem“, wandte ich zweifelnd ein.
„Ja, aber weniger tot als du, weil ich den Köpfen der anderen weiter lebe.“
Ich weiß nicht ob Wonny Wattebausch Recht hat. Ich hoffe einfach, dass meine Zeit noch lange nicht gekommen ist. Obwohl ich letztens so eine trockene Stelle entdeckt hab. Oben am Rand, nahe dem Deckel…