Peta unterstützt Deichmann

Dezember 10, 2009 - 3:24 am

Vielleicht stutzt ihr beim Lesen der Überschrift genauso wie ich - Peta und Deichmann?
Zumindest empfiehlt peta Deichmann und auch andere billig Schuhproduzenten wie Tack oder Reno im Shopping Guide für Veganer.
Warum?
Aufgrund der großen Auswahl an lederfreien Schuhen, Gürteln und Handtaschen.
Und günstig sind sie ja auch noch - um nicht zu sagen geradezu billig.

Doch das ist genau der Punkt, der mich stutzig macht. Turnschuhe für 14,90€? Wo wurden sie wohl produziert und unter welchen Bedingungen?
Und wenn man sie sucht, dann findet man sie eben doch: die Lederschuhe. Ein Paar Schuhe aus Nappa-Leder für 19,90€. Sandalen aus echtem Leder für nur 17,45€ oder echt lederne Kinderschuhe für 19,90€.

Aber vielleicht erscheint es nur mir so scheinheilig sich von Tierschutzorganisationen unterstützen zu lassen und ein Regal weiter die billigen Ledertreter zu verkaufen. 17,45€? Mehr ist ein Leben nicht wert?
Schon traurig. Vielleicht bin ich auch nur so rührselig gestimmt wegen der vielen Spendenaktionen kurz vor Weihnachten, die einem rund um die Uhr versuchen ein schlechtes Gewissen einzureden. Ihr wisst schon: Hungernde, kulleräugige Kinder in Afrika und so…

Ich werde mich nun in das Innenfutter meiner Lieblingstasche kuscheln und eine Runde schlafen. Sie ist aus Leder - Kunstleder versteht sich.

Bis dahin
eure Naily!

12 Responses to “Peta unterstützt Deichmann”

  1. Maria Says:

    Ist schon komisch, nicht?
    Aber hör mir bloß auf mit diesen Halsabschneidern von Spendensammlern, man kann ja kaum das Haus verlassen ohne, dass einen einer dieser tollwütigen Möchtegern-Samariter anspringt.
    Wenn mann sagt, dass man kein Geld hat kommt nur ein:
    “Aber einkaufen könne Sie noch gehen, wa?”

    Ja du Penner, die Einkaufstasche ist ca. ein Jahr alt und voll leerer Pfandflaschen!

  2. Naily Says:

    Hallo Maria,
    ich wusste gar nicht, dass du auch unter die Flaschensammler gegangen bist?
    Die Studiengebühren machen wohl allen zu schaffen ;)

  3. Markus Says:

    Ich verstehe immer nicht, was die Leute gegen Leder haben.

    Ich meine, der Mensch hat immer schon Tiere gejagt und gehäutet, um Essen und Anziehsachen zu haben.

    Wenn dabei ein paar gute Leder-Schuhe( oder anderes zum Anziehen) bei rumkommen, die mich nicht krankmachen und dazu noch haltbarer sind als die z.b. aus Billig-Plastik, bei deren Herstellung bestimmt mehr ‘umwelt’ draufgegangen ist als bei einem Schuh aus Leder, sehe ich da keine Probleme Ledersachen zu kaufen.

    Nur sollten die Tiere nicht unnötig gequält werden, wie z.B. in der Stopfleber-Geschichte.

    Generell finde ich aber Peta sehr grenzwürdig, manchmal hab ich das Gefühl die Herren und Damen machen ur Aktio

  4. Markus Says:

    Oh ich hatte nicht zuendegeschrieben…

    … nur Aktionen, die Prestigewürdig sind, weil sie Schlagzeilen verursachen. Diese sind aber leider häufig nicht zuendegedacht…

  5. Naily Says:

    Lieber Markus,
    ich denke ich werde zwar in absehbarer Zukunft noch einen Artikel zum Thema Leder schreiben, dennoch hier ein kurzer Auszug aus dem peta-Artikel zum Thema Leder:

    “Millionen von Kühen, Schweinen, Schafen und Ziegen werden Jahr für Jahr ihrer Häute wegen geschlachtet. Sie werden ohne jegliche Schmerzmittel kastriert, gebrandmarkt, ihnen werden die Hörner entfernt und die Schwänze gekürzt. Dann werden sie zum Schlachthof gekarrt, müssen ausbluten und werden gehäutet. Leder ist nicht nur ein Nebenprodukt der Schlachthäuser – es ist eine boomende Industrie. Die Fleischindustrie verlässt sich auf die Hautverkäufe, um im Geschäft bleiben zu können, da Leder das wirtschaftlich wichtigste „Nebenprodukt“ der Fleischverarbeitenden Industrie ist.
    Tierhaut wird mit Hilfe von gefährlichen Mineralsalzen, Formaldehyd, Kohle-Teer-Derivaten, Ölen und Farben auf Zyanidbasis, Chrom und anderen Giftstoffen in fertiges Leder verwandelt. Eine Studie des National Environmental Management Action Plan (NEMAP) hat herausgefunden, dass die Lederindustrie schädlicher für die Umwelt ist, als die Textil-, Medikamenten-, Düngemittel- und Papierindustrien.
    Menschen, die in Gerbereien gearbeitet haben oder in ihrer Nähe wohnen, starben bereits an Krebs, verursacht durch die giftigen Chemikalien, die eingesetzt werden, um Leder zu verarbeiten und zu färben.”

    Was man von derartigen Organisationen im Allgemeinen hält (peta ist hier nur ein Beispiel von vielen) bleibt jedem selbst überlassen. Ebenso die Wahl ob man nun Leder braucht/möchte usw. Kein Leder zu kaufen, aber Burger zu essen ist ebenso scheinheilig wie anders herum. Der Handbagblog möchte nur dazu dienen Augen zu öffnen, wo sie vielleicht noch zugekniffen werden ;)

  6. Naily Says:

    Ja, es ist schon zu Ende gedacht, da auf tierische Produkte (also auch das Fleisch und die Schlachtung) verzichtet werden soll, gäbe es auch ein Leder als “Abfallprodukt” ;)

  7. Markus Says:

    :) Nicht mein Weg…

  8. Naily Says:

    Muss es ja auch nicht, aber solange du einmal darüber nachgedacht hast unter welchen Bedingungen Tiere teilweise gehalten/geschlachtet werden, hätte ich schon etwas erreicht.

    Vielleicht denken die Menschen wenigstens ab und zu mal dran etwas weniger Fleisch und wenn dann aus möglichst guter, kontrollierter Haltung zu essen. Auch eine “Schlachtkuh” wächst lieber auf einer grünen Wiese auf, als in einem dreckigen, engen, dunklen Bunker.

    Dankbarkeit ist außerdem auch einmal angebracht, statt wie selbstverständlich den nächsten Burger mit offenem Mund kauend hinterher zu stopfen.

  9. Vanita Visker Says:

    Nun verweist mich Google schon das zweite mal auf deinen Blog, darum sag ich nun auch mal Hallo.

  10. Naily Says:

    Das muss wohl Schicksal sein ;)

  11. Corrie Vanmiddleswor Says:

    Tollen Weblog hast du hier. Schon mal ein etwas abge

  12. Bryon Loxley Says:

    Nun bringt mich die große Suchmachine bereits das zweite mal auf deinen Blog, deswegen sag ich jetzt auch mal Hallo.

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